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Helme Heine

Der weltbekannte Kinderbuchautor Helme Heine hat die Marke FREUNDE geschaffen und bindet sich mit weiteren Initiativen aktiv in das Projekt ein. Mit seinen Zeichnungen wird FREUNDE bunt und lebendig.


Helme Heine vor seinem Studio in Neuseeland

Curriculum Vitae

Helme Heine zählt zu den großen Bilderbuchkünstlern der Gegenwart. Seine ca. 40 Bücher wurden in 35 Sprachen veröffentlicht und erhielten zahlreiche Preise und Auszeichnungen
    Premio Grafico
    Schönste deutsche Bücher (mehrfach)
    Europäischer Jugendliteratur-Preis
    Großer Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur
    für das Gesamtwerk
    Eulenpreis (Japan)
    New York Times: dreimal bestes Kinderbuch des Jahres
    u.v.m.

Er wurde in Berlin geboren, studierte Betriebswirtschaft und Kunst, lebte 12 Jahre in Südafrika als Regisseur, Bühnenbildner und Schauspieler,
gründetet als Art Director ein politisch-literarisches Kabarett namens Sauerkraut
und brachte eine satirische Zeitschrift heraus.

1976 wurde sein erstes Buch veröffentlicht (Elefanteneinmaleins).
Die Weltauflage seines Gesamtwerks beträgt etwa 25 Millionen.
Er machte Theater- und Musicalarbeit für die Weltausstellung in Osaka, Japan,
erfand Geschichten, Figuren und Kostüme zu Peter Maffays Tabaluga,
hatte zahlreiche Ausstellungen in Europa, USA und Asien.

1977 kehrte er mit seiner Familie nach Deutschland zurück und machte einen Bilderbuchkarriere.

1990 packte ihn erneut die Wanderlust. Er ging nach Irland, dann nach Neuseeland, wo er noch heute mit seiner Frau, Gisela von Radowitz, lebt und arbeitet in einem Studio über dem Meer. Dort schreibt, malt und zeichnet er, schafft Skulpturen, entwirft Möbel und Bühnenbilder, Theater-Kostüme und Porzellan.
Er schreibt Romane, Hör- und Drehbücher für Funk, Film und Fernsehen und gestaltet einen Garten Eden am Meer. In seiner Freizeit erobert er den Pazifik mit dem Segelboot und angelt für den eigenen Kochtopf.

Er hofft, alt genug zu werden, um alle seinen Pläne und Projekte zu verwirklichen.


Interview

Herr Heine, wo waren Sie gerade, bevor Sie sich dieser Fragen annahmen?
In meinem Garten. Ich habe Apfelsinen geerntet.

Worauf blicken Sie momentan besonders gerne?
Auf die Wachtelkinder. Jedes Paar brütet 10-12 Eier aus. Die Kinderstube dezimiert sich täglich um ein Junges durch hungrige Möwen oder Regen.
Am Ende überleben meist nur 3 Vögel.


Herr Heine, was ist für Sie mutig?
Mutig ist, wer zugeben kann, feige zu sein.

Menschen zeigen schon im Kindesalter, dass sie sehr eigenständige Charaktere haben. Was braucht der Mensch, um werden zu können, wie er wirklich ist?
Liebe, Freiheit, Bildung.

Ablenkung, Abhängigkeit, Unwissen, Verdummung – der Nährboden für unglückliches Leben und auch vorzeitigen Tod scheint mehr oder weniger immer und überall bereitet zu sein. Was macht Sie eigentlich so optimistisch, so positiv gestimmt, Geschichten so zu erzählen, wie Sie sie erzählen?
Wenn man wie ich 12 Jahre in Afrika gelebt hat, weiß man, dass man trotz bitterer Armut glücklich sein kann. Pessimismus ist ein Luxus, den man sich nur leisten kann, wenn es einem gut geht.

Hat es ein Kind in Europa heute schwerer, sagen wir als vor 30, vor 60 Jahren, ein Leben „im aufrechten Gang“ zu entwickeln?
Ökonomisch geht es den Kindern besser. Im seelisch-geistigen Bereich ist die Welt ärmer geworden.

Humanistische Bildung genossen zu haben sei wertvoller als einen bestimmten Lebensstil zu pflegen, sagten Sie einmal.
Die humanistische Bildung formt die Individualität, fördert die Allgemeinbildung und pflegt die Tradition.
Der Lebensstil ist modisch und unterliegt dem Zeitgeist.

Was ist dem Menschen Helme Heine wirklich wichtig?
Ein erfülltes Leben mit allen Höhen und Tiefen.


Noch ein paar persönliche und sachliche Fragen:
Kann man Helme Heine einen Weltenbürger nennen?
Ich glaube schon, denn über die Hälfte meines Lebens habe ich im Ausland verbracht.

Sind Sie dort, wo Sie jetzt wohnen, „angekommen“?
Neuseeland ist seit 18 Jahren mein Zuhause. Trotzdem ist mir das Hesse-Gedicht STUFEN nahe, in dem es heißt:
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen.


Welche Figur aus Ihren Kinderbüchern hat am meisten Ähnlichkeit mit Ihnen selbst?
Der kleine schwarze Elefant aus dem ELEFANTENEINMALEINS.

Stimmt es eigentlich, dass der legendäre Grizmek in Ihrer Nähe gewohnt hat und Sie davon die Inspiration für Ihre Tier-Persönlichkeiten haben?
Er war unser Nachbar in Berlin, aber in meinem künstlerischen Schaffen hat er mich nicht inspiriert.

Was tut Helme Heine, wenn er mal „nicht gut drauf“ ist?
Dann gehe ich in meinen Garten oder in die Natur und bewundere die Pflanzen für ihre Standhaftigkeit.

Sie unterstützen das Projekt FREUNDE mit Ihrem Namen, Ihren Zeichnungen. Was bringt Ihnen das?
Diese Frage stelle ich mir nicht.
Es freut mich, wenn meine drei Freunde nicht nur literarisch existieren, sondern sich auch im richtigen Leben nützlich machen.

Sie arbeiten derzeit an einem Film. Bilderbücher machen, sei eher wie Filmemachen, sagten Sie einmal. Ist es jetzt wirklich so?
Die Inszenierungen gleichen sich. Allerdings brauche ich für diesen Zeichentrickfilm 500 internationale Helfer.

Macht es Spaß?
Mal mehr, mal weniger.

Können Sie uns schon etwas zur Geschichte verraten?
Der Film erzählt, wie Johnny, Franz und Waldemar zu Freunden wurden.

Wann werden wir den Film sehen können?
Im Frühjahr 2009 kommt FREUNDE FÜR IMMER in die europäischen Kinos.

FREUNDE - Präventionsangebot für Kindertageseinrichtungen - Bausteine zur Förderung der Lebenskompetenz - www.stiftung-freunde.de